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Geschichte Niederrads

 

1128

Kaiser Lothar II. schenktdem Ritter Konrad von Hagen sieben Mansen (210 Morgen) Reichswald, zwischen der Königsbach und Schwanheim gelegen.

1151

Niederrad wird erstmals als «Rode» (Rodung) im Reichswald zwischen Sachsenhausen und Schwanheim erwähnt.

1193

Erste Erwähnung des Sandhofes (königliche Wasserburg).

 

 

 

 

 

 

 

 

1221

Der Sandhof kommt an den Deutschen Orden (bis 1809).

13. Jh.

Ortsherren in Niederrad sind die Münzenberger, dann die Sachsenhäuser, später die Praunheimer Ritter.

1372

Die "Freie Reichsstadt Frankfurt" erwirbt den Stadtwald.

1552

Brandschatzung Niederrads und des Sandhofes durch Markgraf Alcibiades von Brandenburg.

1616

Nur 64 Jahre nach der ersten Feuersbrunst brennt  Niederrad im Mai durch die Unvorsichtigkeit eines Einwohners fast völlig nieder.

1726

Bau der evangelischen Kirche (Paul-Gerhard-Gemeinde).

1729

Bau des Oberforsthauses für den Reitenden Oberförster der freien Reichsstadt Frankfurt; im 19. Jahrhundert Treffpunkt der galanten Welt und Mittelpunkt des Wäldchestages.

 

 

 

 

 

 

 

Um 1750

Bau der barocken Dreiflügelanlage des Sandhofes.

1761/74

Bau des «Frauenhofes» (ehemalige Kattundruckerei, dann Gutshof) durch den Tuchfabrikanten Johann Friedrich Müller.

1812

Der Sandhof gelangt in Erbpacht an die Familie von Bethmann.

1842

Eröffnung der Salzmannschule, benannt nach dem Pädagogen Christian Gotthilf Salzmann (1744-1811).

1850

Niederrad hat 2.000 Einwohner.

1865

Eröffnung der Rennbahn.



1866

Niederrad wird preußisch.

1871

Bau der ersten katholischen Kirche.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1880/81

Bau der Niederräder Eisenbahnbrücke; Niederrad wird Bahnstation.

1883/84

Bau der Main-Neckar-Eisenbahnbrücke.

1883/85

Erste Main-Kanalisierung, Bau der Schleuse Niederrad.

 

 

 

 

 

 

 

 

1887

Inbetriebnahme des Klärwerks Niederrad.

Der Sandhof, seit 1884 städtisch, wird Siechenhaus (heute Teil des städtischen Krankenhauses).

1887/89

Bau der Waldbahnlinie Frankfurt-Niederrad (über Mörfelder Landstraße-Niederräder Landstraße).



1890

Niederrad hat 5.400 Einwohner.

1900

Niederrad wird am 1. Juli mit 292 Hektar Land und 8.800 Einwohnern in das Stadtgebiet Frankfurt eingemeindet.

Am 21. August wird der Bezirksverein Niederrad gegründet.

1902/04

Erweiterungsbauten des Klärwerks.

1905

Eröffnung der Frauenhofschule.

 

 

 

 

 

 

 

 

1907

Einrichtung der Straßenbahnlinie 15 bis Triftstraße (über Sandhofstraße).

 

 

 

 

 

 

 

 

1912/13

Erschließung des Villenviertels zwischen Wald- und Waldfriedstraße.

1914

Eröffnung des Friedrichsheimes, Orthopädische Universitätsklinik.

Verlängerung der Straßenbahnlinie bis Haardtwaldplatz.

1925

Eröffnung des Waldstadions.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verlängerung der Straßenbahnlinie bis zum Stadion.

1926/27

Bau der Reformsiedlung Bruchfeldstraße (Zickzackhausen).

 

1930

Niederrad hat 14.000 Einwohner.

Bau der Nervenklinik durch Stadtbaumeister Ernst May und Prof. Elsässer.

Einweihung des evangelischen Gemeindehauses Gerauer Straße (Paul-Gerhard-Gemeinde).

1932/33

Bau der neuen katholischen Kirche.

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit dem ersten Spatenstich am 23. September 1933 beginnt auf dem ehemaligen Euler-Gelände der Autobahnbau in Deutschland.

1937

Abbruch des Hofgutes Frauenhof.

1944

Der Sandhof wird am 22. März durch Bomben zerstört, schwere Schäden entstehen auch in Niederrad.

1950

Niederrad hat 18.000 Einwohner.

1952/53

Ausbau des Campingplatzes Niederrad.

 

 

 

 

 

 

 

 

1952

Die Pferde-Rennbahn erhält eine neue Tribüne.



1957

Öffnung des Carl-von-Weinberg-Parkes.

1957/58

Bau der Adolf-Miersch-Siedlung.

 

 

 

 

 

 

 

 

1958

Erweiterungsbauten der Nervenklinik.

Bau der Klärwerk-Faultürme.

 1961

Niederrad hat 25.000 Einwohner.

1962

Die neue "Friedrich-Fröbel-Schule", benannt nach dem Pädagogen Friedrich Fröbel (1782-1852), wird in der Else-Alken-Straße eingeweiht.

 

 

 

 

 

 

 

 

Eröffnung des Wilhelm-Polligkeit-Institutes der Freien Wohlfahrtspflege.

Eröffnung des Max-Planck-Institutes für Hirnforschung.

1963

Beginn des Bauprojektes Mainfeld.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1963/64

Geländeerschließung für die «Bürostadt im Grünen», Niederrad-West.

1964

Eröffnung des Staatlichen Veterinär- und Untersuchungsamtes.

1965

Einweihung der Neurochirurgischen Klinik.

1966

Ausbau des Klärwerks Niederrad.

 

 

 

 

 

 

 

 

Übergabe des Altenheimes Stadtwald als Altenwohnheim, Alten- und Pflegeheim.

1967

Übergabe der Bezirkssportanlage Niederrad in der Hahnstraße.

Einweihung des Hallenbades der Bundessportschule.

Inbetriebnahme des Heizkraftwerkes Niederrad.

1968

Richtfest für das Gebäude der Blutspendezentrale des DRK-Hessen am Sandhofweg 1.

1969

Zwischen Niederrad und der Bürostadt im Grünen wird die Omnibuslinie 72 in Betrieb genommen.

Einweihung des Neubaues des Instituts für Dokumentationswesen und der Zentralstelle für maschinelle Dokumentation in der Bürostadt im Grünen, Herriotstraße 5.

1970

Gründung des Vereinsringes Niederrad mit 35 Vereinen.

Übergabe der Blutspendezentrale des DRK-Hessen, Sandhofweg 1.

1971

Richtfest für das Verwaltungsgebäude des Hauses des Deutschen Sports an der Otto-Fleck-Schneise.
Eröffnung des Medizinischen Vorsorgezentrums in Niederrad, Rennbahn 72/74.

1972

Eröffnung des Hauses des Deutschen Sports (Otto-Fleck-Schneise).

Einweihung des Verwaltungsgebäudes des Deutschen Fussballbundes in der Otto-Fleck-Schneise 6.

1973

Beginn der Gleisbauarbeiten für die Straßenbahnverbindung zur Bürostadt in der Triftstraße und Adolf-Miersch-Straße.

 

 

 

 

 

 

 

 

1974

Fertigstellung der zweiten Baustufe des Heizkraftwerkes Niederrad mit einer Leistung von 70 Megawatt.

Wiedereröffnung des umgestalteten Waldstadions mit einem Freundschaftsspiel zwischen Deutschland und Schottland (2:1).
Eröffnung des Waldlehrpfades «Schwanheimer Wiesen».

Das Landesarbeitsamt bezieht den Neubau in der Bürostadt im Grünen.

Eröffnungsspiel und Rundenspiele zu der Fußball-Weltmeisterschaft 1974 (13. Juni bis 7. Juli).

1975

Das Kraftwerk Niederrad erhält die Bronzeplakette der Deutschen Gartenbaugesellschaft für «beispielhafte Leistung für den Ausgleich von Natur und Technik».

1977

Eröffnung des S-Bahnhofs Niederrad.

1978

Autobahnanschluss der Bürostadt Niederrad an die A5 eröffnet.
Eröffnung des Spielplatzes der Fröbelschule.

1979

Fertigstellung der Niederräder S-Bahnbrücke.
Nach siebenjähriger Bauzeit wird die auf acht Spuren erweiterte Autobahn zwischen dem Westkreuz und Darmstadt für den Verkehr freigegeben.

1980

Aufnahme des regelmäßigen S-Bahnverkehrs über die neue Brücke.

Eröffnung des Kirchenzentrums der evangelischen Zachäus-Gemeinde im Mainfeld.

Die neue Großzentrifuge des Klärwerks Niederrad wird in Betrieb gesetzt, die täglich 7,6 Tonnen Trockenmasse aus den Abwässern herausholt.

1981

Die Orthopädische Klinik Friedrichsheim nimmt einen neuen Operationstrakt in Betrieb mit vier aseptischen OP-Sälen, der zentralen Röntgenabteilung und mit klinischen Labors.
Vorstellung des renovierten Gebäudes der «Alten Chirurgie» der Universitätsklinik.

Einweihung der neuen Tribüne für 1.500 Besucher auf der Galopprennbahn, Inbetriebnahme des elektronischen Totalisators.



1983

Abbruch der sogenannten Alten Bürgermeisterei Kelsterbacher Straße 45 sowie des ebenfalls einst als Bürgermeisterei dienenden Gebäudes Schwarzwaldstraße 42.

Eröffnung des Freizeit-Pueblos für bewegungsaktive Erholung und kreative Betätigung.

Die neue Orgel der Kirche Mutter vom guten Rat wird geweiht. Bei dieser Orgel, mit der man zur alten Orgelbautradition zurückkehrte, werden die Pfeifenventile beim Anschlagen der Tasten mechanisch geöffnet.

1984

Deutschlands erste Kläranlage wird 100 Jahre alt. Die erste Stufe des vollbiologischen Klärwerks - des größten Klärwerks Hessens und eines der größten und modernsten der alten Bundesrepublik - wird in Betrieb genommen.

Im alten Bahnhof Niederrad entsteht ein gemütliches Wein-und Bierlokal,

Erweiterung der Stadtteilbücherei am Hardtwaldplatz.

1985

Am Bahnhof Sportfeld wird der Lehrpfad «Waldschäden» eröffnet.
Mit Hilfe spezieller Leuchtröhren können im Zentrum für Psychiatrie Depressionen mit der Licht-Therapie geheilt werden.

1986

Übergabe der 3,2 Hektar großen Grünanlage im Mainfeld.

Richtfest des Nachklärbeckens 1 im Bereich der biologischen Abwasserreinigung, mit dem Verunreinigungen bis zu 95 Prozent zurückgehalten werden können.

Der Gedenkstein für den Kaufmann Karl Kullmann (Mörfelder Landstraße/Niederräder Landstraße), der ein Vogelschutzgehölz eingerichtet hatte, erhält eine neue Bronzeplatte und ist wieder zugänglich.

1987

Der letzte, regelmäßig den Verkehr regelnde Polizist in Frankfurt an der Kreuzung Niederräder Landstraße/Rennbahnstraße wird durch Ampeln ersetzt.

Nach seiner Renovierung fließt aus dem Struwwelpeterbrunnen im Stadionbad wieder Wasser.

Offizielle Übergabe des Zentrums für körperlich Schwerbehinderte am Oberforsthaus, realisiert vom Frankfurter Verband für Alten- und Behindertenhilfe.

1988

Am «Tag des Baumes» werden auf dem Platz vor dem Waldstadion vier Roteichen gepflanzt.

Die von allen Niederräder Bürgern sehnlichst gewünschte Mainuferstraße wird am 17. Dezember für den Verkehr freigegeben.

2000

Niederrad feiert mit verschiedenen Veranstaltungen und einem großen Festzug die 100-jährige Eingemeindung zu Frankfurt.

2002

Am 17. Juli beginnen die Bauarbeiten für ein neues Fußballstadion für die Fußballweltmeisterschaft 2006.

2006

Am 12. November 2006 wird das Heimatmuseum Niederrad in Anwesenheit von OB Petra Roth eröffnet.

 

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